VG-Wort: So verdienst du Geld mit deinem Blog

 © Melpomene
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Von der VG-Wort hast du noch nie etwas gehört? Dann verschenkst du womöglich bares Geld. Wie du ein Stück vom Kuchen abbekommst…

Als Bloggerin schreibst du qualitativ hochwertige Texte, die im Jahr mehr als 1.500 Leser erreichen? Informiere die VG-Wort über deine Arbeit und erhalte von ihr jedes Jahr ein nettes Taschengeld. Verschenke dieses Geld nicht – es steht dir zu!

Ein netter Nebenverdienst

Als einzige Verwertungsgesellschaft weltweit treibt die VG-Wort seit 2007 Tantiemen für Texte im Internet ein. Zuvor sind lediglich Urheber aus dem Printbereich, aus Funk und Fernsehen bei der jährlichen Ausschüttung berücksichtigt worden. Heute bekommen auch Blogger und Online-Journalisten Geld für die Zweitverwendung ihrer Urheberrechte. Die Höhe der Ausschüttungen variiert von Jahr zu Jahr und werden auf der Website der VG-Wort bekannt gegeben.

In diesem Jahr beispielsweise bekommen Blogger für Texte, die im Berechnungsjahr mindestens 1.500 Mal angeklickt worden sind 10 Euro. Hat ein Beitrag mehr als 7.500 Leser erreicht, steigt die Ausschüttungssumme auf 13 Euro. Für den eher seltenen Fall, in dem ein Beitrag 37.500 Klicks und mehr erzieht hat, werden 18 Euro ausgezahlt. Du kannst dir ausrechnen, wie sich das Ganze am Ende summiert und vor allem rentiert. Schreibst du beispielsweise einmal pro Woche einen Artikel, der 2.000 Leser (IM JAHR!) erreicht, bekommst du insgesamt 520 Euro von der VG-Wort. Der Auszahlungstermin liegt immer Anfang Oktober des Folgejahres.

Gestatten? Das ist T.O.M!

Wer ein Stück vom Kuchen abhaben will, muss sich zunächst auf der Plattform T.O.M. (Abkürzung für “Texte Online Melden”) registrieren. Hier können die benötigten Zählpixel bestellt und Sonderausschüttungen beantragt werden.

Ein Zählpixel (auch Zählmarke genannt) ist ein, aus nur einem Pixel bestehendes, Bild mit einmaliger Kennung. Die Zählpixel müssen in jeden Blogbeitrag eingebaut werden. Sie übermitteln die tatsächlichen Aufrufe der Beiträge direkt an die VG-Wort. Nach erfolgreicher Registrierung kannst du über die Plattform T.O.M. ein bis 100 Zählpixel auf einmal beantragen. Ein jährliches Maximum von 1.000 Zählpixeln kann nicht überschritten werden. Aber Hand aufs Herz: Wer schreibt tatsächlich über 1.000 Blog-Beiträge pro Jahr?

Etwa Mitte des jeweiligen Folgejahres fordert die VG-Wort ihre Mitglieder auf, Texte zu melden. Im Adminbereich bekommt man automatisch die Auswertung der Zählpixel angezeigt. Diejenigen Beiträge, die den Voraussetzungen entsprechen, müssen nun händisch in ein Formular eingetragen werden. Titel, Text und URL sind nun gefragt. Das klingt aufwändig, lohnt sich jedoch am Ende. Eine detaillierte Anleitung zu dem ganzen Prozedere (im PDF-Format) findest du übrigens HIER.

Mit den Sonderausschüttungen will die VG-Wort diejenigen erreichen, die kein eigenes Blog haben und stattdessen für Onlinemagazine oder für andere Blogs schreiben. Auch Blogger, die Gastbeiträge schreiben, dürfen sich angesprochen fühlen. Ist der Einbau von Zählpixeln in dem jeweiligen Medium nicht möglich, können die veröffentlichten Texte manuell an die VG-Wort übermittelt werden. Die Höhe der Sonderausschüttung hängt von der Anzahl der Beiträge ab und beträgt zwischen 10 und 480 Euro.

WordPress und die VG-Wort

Wenn du mein Blog schon ein Weilchen verfolgst, weißt du sicher schon: ICH LIEBE WORDPRESS! Einmal mehr, wenn es um die Integration der VG-Wort-Zählpixel gibt. Hierfür gibt es ein eigenes WordPress-Plugin, das du HIER herunterladen kannst. Es heißt “VG Wort Prosodia”, ist kostenlos und mit der aktuellen WordPress-Version kompatibel.

vgwortwordpressplugin
Screenshot: Das WordPress-Plugin “VG Wort Prosodia” erleichtert den Umgang mit Zählpixeln.

Die Anwendung ist denkbar einfach und intuitiv. Das Plugin vereinfacht die Verwaltung, Zuordnung und Integration der Zählpixel. Mitgeliefert wird übrigens eine Datenschutz-Vorlage für die Datenschutz-Erklärung im eigenen Blog.

Fazit:

Die meisten Blogger kennen die VG-Wort nicht. Das liegt vor allem daran, dass die Verwertungsgesellschaft Wort keinerlei Eigenwerbung macht. Die “Eingeweihten” wollen ihr Wissen oftmals nicht teilen, denn je mehr Mitglieder, desto geringer die Tantiemen eines jeden Einzelnen. Ich selbst habe die Einnahmequelle lange ignoriert, obwohl ich von ihr schon während meines Studiums gehört habe. Das Anmeldeverfahren kam mir unheimlich kompliziert vor und ich dachte “für die paar Kröten lohnt sich das nicht”. Dass am Ende doch eine stattliche Summe zusammenkommt, hat mich positiv überrascht. Auch du solltest dir diese Chance nicht entgehen lassen und dich noch heute über die Plattform T.O.M bei der VG-Wort registrieren. Nutzt du das CMS WordPress, solltest du das Plugin “VG Wort Prosodia” installieren – es erleichtert dir die nötigen Abwicklungen enorm.

Ein Gedanke zu „VG-Wort: So verdienst du Geld mit deinem Blog

  1. Katja Antworten

    Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen und Hinweisen. Das wird ganz sicher für einige eine sehr große Hilfe für die Zukunft sein.

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